Helmut Helmes

Vis-à-vis

Malerei

Ausstellungsdauer: 09.05 - 22.06.2014

Im Werk von Helmut Helmes begegnen wir einer Malerei von starker materieller Prägnanz. Der Künstler malt und modelliert mit pastos aufgetragenen Ölfarben. Die Plastizität seiner bewegten Bildoberflächen steigert er zu kühnen Reliefs. Von Nahem betrachtet, lösen sich die Motive in abstrakte Pinselspuren und Farbanhäufungen auf. Hier, im Innehalten zwischen Gestaltfindung und strudelnder Formlosigkeit, verschiebt sich die Aufmerksamkeit auf die Malerei an sich.

Diesem kraftvollen Duktus setzt Helmut Helmes bewusst eine gedämpfte Palette mit warm schimmernden Farbtönen und nuancenreichen Grauwerten entgegen. Landschaft, Stillleben und einfühlsame Tierporträts bilden Themenschwerpunkte seines künstlerischen Interesses. Figuren ebenso wie Meer- oder Blumenstücke treten uns eingebunden in das umschlingende Geflecht der Pinselstriche gegenüber – unmittelbar, Aug in Aug, durch starke Anschnitte und die Dreidimensionalität ihres Farbvolumens.

Erst im Zurücktreten wird das Sujet wieder als Ganzes lesbar – nunmehr bereichert um das Erlebnis von Delikatesse und Opulenz des gleichsam an Rembrandt oder De Kooning erinnernden Farbauftrags sowie um die Faszination einer sich auflösenden und erneut konstituierenden Malerei.

  • Ausstellungsansicht, Raum 2
  • Ausstellungsansicht, Raum 1 und 2
  • Ausstellungsansicht, Raum 2
  • Ausstellungsansicht, Raum 1 und Kabinett
  • Ausstellungsansicht, Kabinett
  • Ausstellungsansicht, Kabinett und Raum 1

Helmut Helmes, geb. 1949 in Lohne, studierte 1983-1989 an der Hochschule für Künste, Bremen. 2001 erhielt er den Lucas-Cranach-Preis, Kronach. Seit 2008 lehrt er Malerei an der Universität Vechta. Seine Gemälde wurden u.a. im Kunstverein Wassermühle, Lohne (2014/2002), Kunstverein Kaponier, Vechta (2012/2006), Kunstverein Syke (2005) und im Tetznermuseum, Chemnitz (2010) gezeigt, außerdem mehrfach in der Galerie kunstück, Oldenburg, bei Treugarant, Hamburg (2010), in der JVA, Vechta (2009), im Schloss Augustusburg, Chemnitz, im Kurfürstlichen Gärtnerhaus, Bonn (2007) sowie im Elisabeth-Anna-Palais, Oldenburg (2003). Der Künstler lebt und arbeitet in Vechta.

Veranstaltungen:
Freitag, 9. Mai 2014, 19.00 Uhr
Vernissage
Donnerstag, 22. Mai 2014, 18.00 - 22.00 Uhr
Apéro/l'Art - Kurzführung und Aperitif
Sonntag, 15. Juni 2014, 15.00 Uhr
"Wasser und Wind. Klangbilder bei R. M. Rilke und Annette v. Droste-Hülshoff" – Wolfgang Klose rezitiert eine Gedichtesuite.
Sonntag, 22. Juni 2014, 15.00 Uhr
Finissage

Presse

  • Oldenburgische Volkszeitung, 20. Mai 2014

    Direkter Blick auf Weiweis Blumen. Vechtaer Maler Helmut Helmes stellt in Bremer Galerie aus Mit direkten Blick schaut der Frosch den Betrachter an. Auch die Schafe und Kühe scheuen den Blick nicht. Vielleicht heißt die neue Ausstellung von Helmut Helmes deshalb auch „Vis-à-vis“. Aber in der Bremer Galerie von Corona Unger zeigt der Vechtaer Maler längst nicht nur Tierbilder, sondern auch Landschaften. Vor allem die norddeutsche Weite hat es ihm angetan. Karge Grünkohlfelder ziehen sich bis zum Himmel, bannen den Blick. ganzer Artikel als PDF
  • Weser Kurier, 25. Mai 2014

    Dicke Farbschichten als Markenzeichen. Helmut Helmes stellt Landschaftsansichten und Tierbildnisse in der Galerie Corona Unger aus Unter dem Titel „Vis-à-vis“ zeigt der Maler Helmut Helmes Tierporträts und Landschaftsbilder in der Galerie Corona Unger. Der Künstler hat Tiere als Persönlichkeiten auf die Leinwand gebracht. Aber auch die Pflanzenwelt vom Grünkohl bis hin zur Birke hat in der Galerie Einzug gehalten und ist dort noch bis zum 22. Juni zu sehen. ... Dicht vor dem Bild stehend und die oft wild anmutenden Schichtungen betrachtend, ist für den Besucher nicht immer klar ersichtlich, was dargestellt ist. Ja weiter sich der Betrachter jedoch vom Bild entfernt, desto deutlicher treten Details und Umrisse hervor. ganzer Artikel als PDF
  • Zevener Zeitung, 1. Juni 2014

    Gedichtesuite in der Galerie Unger. Helmut helmes „Vis-à-vis / Malerei“ Am Sonntag, 15. Juli, um 15 Uhr, rezitiert Wolfgang Klose eine Gedichtesuite in der Galerie Kunstkabinett Corona Unger: „Wasser und Wind – Klangbilder bei Rainer Maria Rilke und Annette von Droste-Hülshoff“ im Rahmen der am 9. Mai eröffneten neuen Ausstellung „Helmut Helmes – Vis-à-vis / Malerei“. ganzer Artikel als PDF
  • Weser Kurier, 9. Mai 2014

    Das Werk des Malers Helmut Helmes steht im Mittelpunkt der neuen Ausstellung in der Galerie Corona Unger, die am heutigen Freitag um 19 Uhr eröffnet wird. ganzer Artikel als PDF