Wolf Hamm

Wir brauchen einen Punkt und zählen doch nur Striche

Malerei und Druckgrafik

Ausstellungsdauer: 03.05 - 16.06.2013

Wolf Hamms fantasievolle, komplexe Bildwelten verbinden mehrere Farb- und Motivebenen sowie expressive, zeichnerische Elemente in brillant leuchtenden Hinterglasmalereien. Mit sichtbarer Lust am Fabulieren und dem spielerischen Umgang mit kunsthistorischen Vorbildern erschafft er einen eigenen Kosmos aus Fragmenten des alltäglichen Lebens, ikonografischen Chiffren und ornamentalen Strukturen.

Überbordend wie Henri Rousseau, malerisch-geheimnisvoll wie James Ensor und gesellschaftsanalytisch wie Jörg Immendorff erscheinen Wolf Hamms Werke – visionär, tiefgründig und reich an Interpretationsmöglichkeiten. Sie zeichnen sich durch bühnenartige Inszenierungen, Bild-im-Bild-Kompositionen und ungewöhnliche Perspektiven aus. Dabei lässt der Künstler fragile Figuren und ebenso präsente Tiermotive mit landschaftlichen Panoramen zu Allegorien der heutigen Zeit verschmelzen, in denen er Gesellschaftsformen und Strukturen des Zusammenlebens hinterfragt. Seine poetischen, verdichteten Arbeiten laden dazu ein, Sinnbezüge zu Bedeutungsebenen des eigenen Lebens herzustellen.

Neben seinen in technischer Raffinesse gestalteten Hinterglasmalereien sind zudem aktuelle, thematisch gruppierte Radierungen zu sehen, die Anfang des Jahres während eines Arbeitsstipendiums des Künstlers in Finnland entstanden sind.

  • Wolf Hamm, Baumgruppen verbrüdern sich zu einem Wald, 2008, Acryl hinter Acrylglas, 50 x 22 cm
  • Wolf Hamm, Wir brauchen einen Punkt und zählen doch nur Striche, 2009, Acryl hinter Acrylglas, 50 x 22 cm
  • Wolf Hamm, In Abwesenheit, 2013, Acryl hinter Acrylglas, 140 x 90 cm
  • Wolf Hamm, Sowohl als auch, 2012, Acryl hinter Acrylglas, 50 x 22 cm
  • Wolf Hamm, Wenn die Säulen wanken, 2012, Acryl hinter Acrylglas, 50 x 22 cm
  • Wolf Hamm, aus der Reihe "Der Wiederhall", 2013, Blatt 9/11, Edition 5, Blattmaß 43.5 x 28 cm, Bildmaß 38.8 x 24.7 cm
  • Wolf Hamm, aus der Reihe "Der Wiederhall", 2013, Blatt 8/11, Edition 5, Blattmaß 43.5 x 28 cm, Bildmaß 39 x 24.7 cm
  • Wolf Hamm, Der Wiederhall, 2013, aus der Reihe “Der Wiederhall”, Blatt 2/11, Ed. 5, Radierung, Blattmaß 43.5 x 28 cm, Bildmaß 37.3 x 24.7 cm
  • Wolf Hamm, aus der Reihe "Tod sind wir noch lange nicht", 2013, Blatt 3/4, Edition 5, Blattmaß 29.5 x 21.5 cm, Bildmaß 20.6 x 14.7 cm

Wolf Hamm, geb. 1974 in Delmenhorst, studierte 1998 – 2001 an der Hochschule für Künste, Bremen und 2001 – 2004 an der Kunstakademie Düsseldorf. Er erhielt Arbeitsstipendien der Städtischen Galerie, Bremen in Vallauris / FR (1999), der Fundación Bilbao Arte, Bilbao / ES (2004) und des Nelimarkka Museums, Alajärvi / FI (2013). Seine Arbeiten wurden zuletzt u. a. im Nelimarkka Museum, Alajärvi / FI (2013), Kunstmuseum Mühlheim a. d. Ruhr (2010), Museo de la Ciudad, Madrid / ES (2004), Kunstverein Recklinghausen (2011) und in der Städtischen Galerie Delmenhorst (2007) ausgestellt mit zeitgenössischen Künstlern wie Heribert C. Ottersbach, Neo Rauch, Gerhard Richter und Sigmar Polke sowie bei Beck & Eggeling, Düsseldorf und Donopoulos International Fine Arts, Thessaloniki / GR (2012). Der Künstler lebt und arbeitet in Berlin.

Veranstaltungen:
Donnerstag, 23.05.2013, 18.00 bis 21.00 Uhr Apéro/l’Art –Kurzführung und anschließender Aperitif
Sonntag, 02.06.2013, 11.00 bis 17.00 Uhr offene Galerie
12.00 Uhr Galerie-Brunch
15.00 Uhr "Schränke öffnen sich – Eine Geisterstunde mit Christian Morgenstern", Wolfgang Klose rezitiert ausgewählte Gedichte

Presse

  • Kreiszeitung, 4. Juni 2013, Kultur

    Zauberische Parallelwelten. "Wir brauchen einen Punkt und zählen doch nur Striche": Der Maler Wolf Hamm im Bremer Kunstkabinett Corona Unger Auch der Titel macht neugierig: "Das Wertekleid" nennt der Maler Wolf Hamm ein großformatiges Bild, das den Besucher des Bremer "Kunstkabinetts Corona Unger" empfängt. Zwei schemenhafte Körper erheben sich vor schwimmendem Farbgrund. Der unteren Bildteil bestimmt im Kontrast dazu ein strenges Ornament, das das Muster eines Fußbodens andeuten könnte. ganzer Artikel als PDF
  • Weserkurier, 6. Juni 2013, Stadtteilkurier

    Alte Technik für moderne Malerei. Hinterglasmalerei und Grafiken von Wolf Hamm sind in der Schwachhauser Galerie Corona Unger zu sehen Wolf Hamm ist Maler. Doch er malt nicht auf Leinwänden, sondern auf Glas. Hinterglasmalerei nennt sich diese Technik, mit der der in Bremen aufgewachsene Künstler seine Bilder zum Leuchten bringt. Die Galerie Corona Unger widmet ihm eine Ausstellung. "Wir brauchen einen Punkt und zählen doch nur Striche" lautet der Titel, unter dem 40 Werke in der Galerie Corona Unger zu sehen sind. ganzer Artikel als PDF
  • Weserkurier, 28. Mai 2013, Feuilleton

    Bunte Welten hinter Glas. Wolf Hamm stellt seine Malerei in der Galerie Corona Unger aus Hinterglasmalerei ist im zeitgenössoschen Kunstbetrieb äußerst selten anzutreffen. Wolf Hamm, 1974 in Delmenhorst geboren und einst Student der Bremer Hochschule für Künste, hat sich dieser vor allem aus der Volkskunst bekannten Technik angenommen und zeigt jetzt eine Auswahl jüngster Hinterglas-Bilder sowie Radierungen in der Galerie Corona Unger. ganzer Artikel als PDF